Brüche - Ausstellung und mehr

Mit dem Projekt „BRÜCHE – Von Umbrüchen zu Aufbrüchen“ (2023-2025) wurde eine Wanderausstellung gemeinsam mit Migrant:innen entwickelt, im Laufe der Jahre mit den Teilnehmenden in Leipzig und mit sächsischen Partnern umgesetzt, konzeptionell angepasst und ging 2025 auf Tour durch den Freistaat. Das Projekt umfasste eine Vielzahl von Einzelaktionen und regelmäßigen Aktivitäten, die zu dem komplexen Ergebnis führten.

Die Ausstellung zeigte Ergebnisse von Gruppen oder Individuen mit und ohne künstlerischen Anspruch. Die Lebensrealitäten, Sichtweisen und Gefühlswelten von Migrant*innen ermöglichten Einblicke in eher selten gezeigte Perspektiven einer Gesellschaft im Wandel. Mit einem partizipativen Charakter haben sich die Mitwirkenden durch unterschiedliche Methoden dem oft als sperrig wahrgenommen Begriff angenähert. Texte, Fotografien, Filme, Audio-Aufnahmen, Collagen, Theater –  Vielfalt bestimmte den thematischen Zugang und die Ausstellung.

Die Ausstellung lud 2025 ein sich auf kollektive und individuelle Migrationserfahrungen einzulassen. Bildungsungleichheit, Gleichberechtigung, Gedanken an die Heimat und das Ankommen in Deutschland sind einige der kommunizierten Themen. Mithilfe von Aktiven und engagierten Menschen und Kooperationspartnern war sie Görlitz, Wurzen, Plauen, Zwickau, Hoyerswerda, Bautzen und Leipzig zu sehen. 

Die Wanderausstellung war möglicherweise der „sichtbarste“ Teil des Projekts BRÜCHE .- Von Umbrüchen zu Aufbrüchen, nichtsdestotrotz trugen verschiedenste regelmäßige oder punktuelle soziokulturelle Aktivitäten  zum erfolgreichen Begegnungs- und Unterstützungsraum für und mit Migrant*innen bei.

Der offene Treff gemeinsam montags war viele Jahre etablierter Treffpunkt im Stadtteil und das „Herzstück“ unserer integrativen, partizipativen Projekt-Arbeit. Die Regelmäßigkeit des Treffs, der freundlicherweise in den Räumen des Jugendtreffs stattfinden könnte, ermöglichte neben Billiarde und Kicker spielen, einen lockeren inhaltlichen Austausch bei Kaffee und Tee – jeden Montag. Zudem wurden zahlreiche Verweisberatungen gemacht, Freundschaften geknüpft, Speisen geteilt, Feste geplant und immer, immer gab es ein offenes Ohr! Der offene Treff lebte von und mit den Besuchenden. 

Die Ergebnisse des Projekts sind in einer Broschüre zusammengefasst und können hier in Form einer Brüche-Doku-pdf angesehen werden. Die fotografische Serie zum Thema Arbeit wurde an das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig gegeben und wird dort archiviert. Die Collagen wandern Stück für Stück zurück zu ihren Autor*innen. 

Ihr habt Interesse an unserem Projekt oder der Ausstellung? Sprecht uns an!