MÜHLSTRASSE 14 e.V.

Soziokulturelles Stadtteilzentrum in Leipzig


Vom 5.10. bis 27.10.2018 finden die 9. Lateinamerikanische Tage in Leipzig und Halle statt. 35 Kurz- und Langfilme aus 11 Ländern geben im Originalton mit Untertiteln Einblicke in die aktuelle Kinolandschaft Lateinamerikas. Diskussionen, Publikumsgespräche und eine Podiumsdiskussion liefern spannende entwicklungspolitische Hintergründe. Das Programm umfasst eine Wettbewerbssektion zu dem Thema „Eine Welt“ sowie die Sonderprogramme „Nosotras - Frauen im Film", „Menschenrechte in Lateinamerika“ und "Geschichten aus Havanna". Der „Campus der Lateinamerikanischen Tage“ lädt dazu ein selbst entwicklungspolitisch aktiv zu werden – durch das Schreiben von Filmrezensionen, das Präsentieren von Filmen oder die Mitarbeit in der Wettbewerbsjury.

 

http://lateinamerikanische-tage.de/

Film-Programm in der MÜHLSTRASSE 14

Do, 18.10., 20:00   LA MEMORIA DE LOS HUESOS

Sa, 20.10., 19:00   NEY, NOSOTROS; ELLOS Y YO

Sa, 20.10., 21:00   DÍAS Y NOCHES ENTRE PAZ Y GUERRA

Di, 23.10., 18:00   QUIPU: LLAMADAS POR JUSTICIA & SALVADORA

Di, 23.10., 20:00   RABIA  &  UNA NOVIA DE SHANGAI

Mi, 24.10., 18:00   RABIA  &  SEMBRADORES DE AGUA

Mi, 24.10., 19:30   DÍAS Y NOCHES ENTRE PAZ Y GUERRA

La Memoria de los Huesos

Facundo Beraudi, 2016, Argentinien, 78', OmeU

Der Dokumentarfilm begleitet die argentinische Nichtregierungsorganisation für forensische

Anthropologie EAAF bei Ausgrabungen der Knochen vermisster Personen in Argentinien. Facundo Beraudi zeigt einfühlsam das Schicksal vieler Menschen, deren Angehörige seit der Militärdiktatur spurlos verschwunden sind.


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NEY, Nosotros, ellos y yo

Nicolás Avruj, 2015, Argentinien/Israel/Palestine , 85', OmeU

Ursprünglich plante Nicolás Avruj nur einen Familienurlaub in Tel Aviv. Daraus entwickelte sich jedoch ein längerer Aufenthalt im spannungsgeladenen Gebiet zwischen Israel, Gazastreifen und Westjordanland. Seine mitreißende Dokumentation gibt einen direkten Einblick in das Leben der Menschen vor Ort.

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Días y noches entre paz y guerra

Uli Stelzner, 2017, Kolumbien, 93', Dok, OmU

In Kolumbien soll der längste Krieg Lateinamerikas 2016 mit einem Friedensvertrag zwischen Regierung und Guerilla beendet werden. In einem Referendum wird der Vertrag aber abgelehnt. Der Film entstand in den Tagen rund um das Referendum und begleitet den Regisseur auf einer Reise durch Kolumbien.

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QUIPU: LLAMADAS POR JUSTICIA (Menschenrechte)

Rosemarie Lerner/Maria Court, 2017, Peru, 21', OmeU

In den 90er Jahren wurden in Peru Hunderttausende Menschen zwangssterilisiert. Eine Hotline sammelt Berichte der Opfer, um für Gerechtigkeit zu kämpfen.

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Salvadora

Daiana Rosenfeld, 2017, Argentinien, 61', OmeU

Thema des Dokumentarfilms ist das Leben der argentinischen Anarchistin, Autorin und Feministin Salvadora Medina Onrubia. Zu Beginn des 20. Jahrhundert kämpfte sie gegen gesellschaftliche Vorurteile und für ihre politischen Überzeugungen. Sie wurde zu einer der bekanntesten Frauen ihrer Zeit.

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Rabia

Romina Tamburello, Argentinien, 2018, 17‘

David ist mit seinem Sohn Facu auf dem Weg zu einem Fußballspiel ihres Lieblingsvereins. Während der Fahrt zum Stadion erzählt Facu seinem Vater von dem neuen Freund der Mutter. Außer sich vor Wut lässt David seinen Sohn allein an der Autobahn zurück. Eine Spirale der Wut und Gewalt nimmt ihren Lauf.

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Una Novia de Shanghai

Mauro Andrizzi, 2016, Argentinien, 73', OmeU

Mitten in der Metropole Shanghai erhalten zwei Überlebenskünstler einen geheimen Auftrag. Sie sollen den Sarg einer verstorbenen Frau auf die Reise zu dem Ort zu schicken, wo der Geliebte der Verstorbenen begraben liegt. Zwei Liebenden soll so der Wunsch erfüllt werden, nach dem Tod vereint zu sein.

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SEMBRADORES DE AGUA

Mohamed Hussain, Venezuela, 2017, 52', OF

Mit Hilfe alter Riten kämpft Ligia Parra seit vielen Jahren in den venezolanischen Anden um den Schutz der Wasserquellen und baut mit den Bauern der Gegend ein neues kollektives Bewusstsein auf. Ihr Projekt „Sembradores de Agua” möchte das Gemeinwohl stärken und eine nachhaltige Entwicklung fördern – ein Leben im Einklang mit der Natur, dem einfachen Landleben und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Die magischen Riten bilden ein Gegengewicht zu den aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen und dem Abbau der Ökosysteme.

Achtung: Spanische Originalfassung ohne Untertitel.

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