MÜHLSTRASSE 14 e.V.

Soziokulturelles Stadtteilzentrum in Leipzig


Liebe Besucher*innen,

da wir nur ein begrenztes Platzangebot haben, bitten wir um Reservierungenvon Karten. Diese müssen bis spätestens 15 Minuten vor Beginn der Vorstellung abgeholt werden. Danach gehen sie in den freien Verkauf.

Tel: 0341 / 9 90 36 00
kontakt(at) muehlstrasse.de

11. Lateinamerikanische Tage

 

 

Vom 11.10 bis 25.10.2020 finden die 11. Lateinamerikanische Tage in Leipzig statt. Die Lateinamerikanische Tage Leipzig sind ein Projekt des Sudaca e.V., der 2003 gegründet wurde. Sudaca e.V. will über die politische, wirtschaftliche und soziale Situation in Lateinamerika informieren und dem Leipziger Publikum die kulturelle Vielfalt dieses Kontinents näher bringen. Begonnen haben wir mit Vortragsreihen und kulturellen Veranstaltungen. Seit 2005 zeigen wir regelmäßig lateinamerikanische Filme in verschiedenen Leipziger Kinos. Die Lateinamerikanischen Tage veranstaltet der Sudaca e.V. jährlich seit 2010.

Einblicke in die aktuelle Kinolandschaft gewähren mehr als 40 aktuelle Lang- und Kurzfilme im Originalton mit Untertitelung. Darunter sind sowohl Preisträger internationaler Festivals als auch kleinere, brandneue Produktionen. In Workshops, Vorträgen, Filmveranstaltungen und Diskussionsrunden mit geladenen Gästen wird u.a. über gleichgeschlechtliche Ehe und Adoptionsrecht in Lateinamerika, Strafvollzug und Menschenrechte oder Migration diskutiert.

 

http://lateinamerikanische-tage.de/

Film-Programm in der MÜHLSTRASSE 14

 

Sonntag, 11.10., 19:00 Uhr

   KURZFILM: DE GRIS A POSITHIVO

   AMAZÔNIA SOCIEDADE ANÔNIMA

Mittwoch, 14.10., 19:00 Uhr

   KURZFILM: DON RUPERTO

   ISLA DE PLÁSTICO

Donnerstag, 15.10., 19:00 Uhr

   EINE WELT - Wettbewerb

Donnerstag, 15.10., 21:15 Uhr

   ISLA DE PLÁSTICO

Freitag, 16.10., 19:00 Uhr

   KURZFILM: DE GRIS A POSITHIVO

   AMAZÔNIA SOCIEDADE ANÔNIMA

Samstag, 17.10., 19:00 Uhr

   FICO TE DEVENDO UMA CARTA SOBRE O BRASIL

DE GRIS A POSITHIVO

Juan de la Mar, 2019, Kolumbien, 17ˈ, OmeU

Es ist der 17. Mai 2017 als der junge Filmstudent Juan erfährt, dass er HIV+ ist. Für ihn ist essein Todesurteil: alles wurde grau und aussichtslos. In diesem autobiografischen Werkrekonstruiert er anhand seines Tagesbuchs seine Gefühle, Ängste und Zweifel und illustriertmit ausdrucksstarken Bildern seinen Weg zurück ins Leben.

AMAZÔNIA SOCIEDADE ANÔNIMA (UMWELT)

Estevão Ciavatta, 2019, Brasilien , 81ˈ, OmeU

Als Konsequenz aus der Untätigkeit der brasilianischen Regierung hinsichtlich des Schutzes des Amazonasgebietes haben sich dort lebende traditionelle Völker und indigene Gruppen in beispielloser Weise zusammengetan, um gegen den Landraub und die illegale Abholzung des Urwaldes und für ihre Rechte zu kämpfen. Der Film des Regisseurs Estevao Ciavatta zeigt die Auswirkungen dieser Situation auf die Menschenrechte der dort lebenden Menschen und auf das Ökosystem der gesamten Erde.

DON RUPERTO

Irma Orozco, 2016, Mexiko/Deutschland, 12ˈ, OmU

Ein alter zynischer Mann, der sich nicht um die Gefühle anderer Menschen schert. Als er selber in eine Notlage gerätwird ihm dennoch geholfen. Bei der Versöhnungsparty am Ende stellt sich jedoch heraus, dass er sich nicht wirklich geändert hat.

ISLA DE PLÁSTICO (UMWELT – PLASTIKMÜLL IM MEER)

José María Cabral, 2018, Dominikanische Republik, 70ˈ, OmeU

Ein Dokumentarfilm über die Abfall- und speziell die Plastikentsorgung in der Dominikanischen Republik, von José María Cabral und Nasha Bogaert, die über ihren Film sagen, dass dieses so globale Problem hier von einem lokalen Blickwinkel aus gezeigt wird und dabei versuchen, die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf eben diese Problematik zu lenken und zum Nachdenken und konkreten Handeln anzuregen. Es werden einige der zahlreichen lokalen Recycling-Projekte und   -Aktionen in der Dominikanischen Republik gezeigt.

SEKTION: EINE WELT / Wettbewerb

Das Kurzfilmprogramm der Sektion „Eine Welt“ präsentiert spannende Dokumentationen aus Lateinamerika zu den Themen Umwelt, Klimawandel, Nachhaltigkeit und Menschenrechte.

JIÍBIE (NACHHALTIGE LANDWIRTSCHAFT)

Laura Huertas Millán, 2019, Kolumbien/Frankreich, 17ˈ, OmeU

Das Herstellungsritual des grünen Kokapulvers (genannt Mambe oder "Jíibie") ist verbunden mit einem Ahnenmythos. In der Muiná-Muruí-Gemeinde ist die Kokapflanze kein Produkt, sondern ein heiliger Gesprächspartner, das schlagende Herz eines kollektiven Körpers.  Eine Perspektive, die gegen die tradierten Erzählungen um diese Pflanze aufbegehrt.

EXTRAÑAS CRIATURAS (NACHHALTIGE ENTWICKLUNG)

Cristóbal León/Cristina Sitja, 2019, Chile, 15ˈ, OmeU

An einem Sommertag werden die Tiere im Wald zu einer Feier eingeladen. Sie essen viel Kuchen und tanzen die ganze Nacht. Als das Fest vorbei ist und sie nach Hause zurückkehren, stoßen sie auf eine trostlose Landschaft: Es gibt keine Bäume mehr, um Nahrung und Zuflucht zu finden. Seltsame Kreaturen haben ihre Häuser gestohlen. Die Tiere beschließen, sich auf die Suche nach ihnen zu machen.

LACUS (KLIMAWANDEL)

Ignacio Miguel Ortiz; 2019, Mexiko, 13ˈ, OmeU

Die großen Seen des Tals von Mexiko waren einmal ein natürliches System zur Temperaturregulierung der Landeshauptstadt. Als Folge ihres Austrocknens ist ein ökologisches Ungleichgewicht entstanden, das noch nicht behoben werden konnte.

ORO ROSADO (NACHHALTIGE FISCHEREI)

Daniel Anguiano Zúñiga, 2019, Mexico, 20ˈ, OmeU

Vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang navigiert die Besatzung eines kleinen Fischerbootes auf der Cortés-See. In ihren Netzen voller Krebse, Muscheln und Fische suchen dieFischer nach dem Rosanen Gold: Garnelen. Im Laufe des Tages wechseln sich die Aufnahmen beim Fischen mit Aufnahmen des Alltags an Bord und der Gespräche unter den Fischern ab.

LA ISLA GALÁPAGOS MEXICANA (UMWELT)

Tania Claudia Castillo; 2019, Mexiko, 13ˈ, OmeU

Mitten in der Chihuahua-Wüste befinden sich Wasserbecken, in denen die ältesten Organismen der Welt leben. Aufgrund der biologischen Vielfalt, die in den Becken herrscht, werden diese von Wissenschaftlern mit den Galapagosinseln verglichen. Sie sind gegenwärtig stark gefährdet.

FICO TE DEVENDO UMA CARTA SOBRE O BRASIL

Carol Benjamin, 2019, Brasil, 88ˈ, OmeU

Auf der Suche nach ihrem Vater, einem ehemals politischen Gefangenen, der sich weigert, über die Vergangenheit zu sprechen, liest die Filmemacherin die persönlichen Schriften ihrer Großmutter und versucht, die Geschichte ihrer Familie mit der brasilianischen Militärdiktatur zu verstehen. ICH SCHULDE IHNEN EINEN BRIEF ÜBER BRASILIEN enthüllt die Geschichte von drei Generationen einer brasilianischen Familie, die alle von der Militärdiktatur (1964-1985)durchkreuzt wurden. Die Filmemacherin entwirrt die persönlichen Schriften ihrer Großmutter auf der Suche nach Antworten zu ihrem Vater, einem ehemaligen politischen Gefangenen, der sich weigert über diesen Abschnitt zu reden. Der Film untersucht somit die persönliche Familiengeschichte, sowie die Geschichte des Landes vor dem Hintergrund des bis heute fortbestehenden Schweigens, als Mittel zur Auslöschung der Erinnerung.

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