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Willkommen auf den Seiten der
MÜHLSTRASSE 14 e.V. Soziokulturelles Stadtteilzentrum Leipzig |
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AnsichtssacheFür manche ist es nur ein verwilderter Garten, für andere eine kleine Oase mitten im Stadtgewimmel nahe der vielbefahrenen und -begangenen Dresdner Straße im Leipziger Osten: das ehemalige Kindergartengelände, für das sich Herr Maly engagiert. Unsere Sommerwerkstätten luden Kinder und Jugendliche zur künstlerischen Arbeit und zum gemeinsamen Erleben ein. Und Malys Garten öffnete sich für eine weitere Erlebniswelt: gelesene und erzählte Geschichten. Eingebunden in eine stadtweite Vorlese-Initiative ist dieser Ort Kulisse und Ruheort für Vorgelesenes zum Hinhören und Miterleben für Kinder aus der Nachbarschaft und aus ganz anderen Ecken der Stadt. Geschichten unterm BlätterdachAn drei Freitagnachmittagen - einem im Mai, einem im Juni und einem im August - lockte ein Lesezelt in Malys Garten. Ab 16.30 Uhr strömten Kinder zwischen 3 und 8 mit ihren Eltern unter das dichte Laubdach. Sie lauschten Vogelhochzeitgeschichten, hörten von Käfern und Schmetterlingen und tauchten ein in die Welt der Farben. In Kooperation mit LeseLust Leipzig e.V. verwandelte sich der Garten in eine Oase voller Geschichten, Experimente und Abenteuer. Naturerlebnis, Gemeinschaftswerk und Experimentierort
Das Material für unsere Arbeit lag in der Astwerkstatt direkt vor unseren Füßen: kleine, dicke, morsche, spitze, große, dünne, glatte, bedornte Äste und Zweige sind in Malys Garten immer vorrätig. So schwärmten die Kinder aus und suchten, was ihnen am besten gefiel.
Auf einer großen Spielfläche nutzten wir die Äste als grafische Elemente und legten Häuser, Giraffen, Menschen... Stöcke verlängerten unsere Pinsel, und so malten wir auf Riesenformat. Wir bauten einen Tisch und den passenden Stuhl dazu ohne Nägel zu benutzen. Mit Säge und Astschere ließen sich die Hölzer auch verändern, und so entstanden originelle Objekte: ein Fernglas, ein Schwert und Pferde, ein Fahrrad und Boote beispielsweise.
Wie wird Farbe gemacht? war die große Frage unserer zweitägigen Farbenküche. So suchten die Kinder alles, was sich aus Malys Garten zu Färbendem verarbeiten ließe: Erden, Steine, Pflanzenteile und Früchte waren das vor allem. Zerstoßen, gerieben und verrührt fanden die Pigmente im Mörser mit den selbst hergestellten Bindemitteln zusammen und schließlich aufs Papier.
Bauarbeiter sein
Nachdem unsere Schlosswand mit den beiden Thronen für den König und die Königin den Winter über im Dämmerzustand verbracht hatte - nur ein blauer Sprayer und verschiedene Insekten waren mal vorbei gekommen - grünte und wucherte die Natur bereits wieder, als wir im Juli die Planen für unsere zweite kleine Lehmwerkstatt ausbreiteten. Den Herbst fangen in Malys GartenEin bunter Trupp kam da am 12.10.08 in Malys Garten zusammen: Viele kleine und große Kinder, ihre Eltern, Angela vom Jugendkulturzentrum O.S.K.A.R. mit ihren Papierwannen, der Biologe Volker Dittmann, Herr Maly und der Herbst mit seiner Farbpalette. Viel gab es zu entdecken: Warum färbt sich das Laub bunt? Und welche Pflanzen wachsen dort, wo sonst nicht viel wächst? Warum hat die Kastanie schon alle Blätter abgeworfen? Welche Insekten sind mit Beginn des Herbstes noch unterwegs? Weil sie kurz in den Becherlupen wohnen konnten, ließen sie sich betrachten. Manche kleinen Forscher krochen unter die Büsche und Sträucher, suchten sich Höhlen, entdeckten wilde Tiere und sahen Geister durch den Garten huschen. Andere sammelten Holz oder Laub. Alle jedoch schöpften sich mindestens ein Blatt grünen Papiers, in das sie sorgsam das Bunt des Herbstes einfügten und mit sich nach Hause trugen, nachdem sie mit Elan das Wasser aus den Seiten gepresst hatten.
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